Diese ionische Sandsteinsäule aus dem 18. Jahrhundert mit profiliertem Sockel, gewundenem und mit Weinranken und Trauben verziertem Säulenschaft und ionischem Kapitel zeigt im vielseitigen Aufsatz jeweiIs unter eingezogenen Rundbögen Darstellungen einer Marienkrönung, des heiligen Laurentius, der Glosberger Madonna und des heiligen Petrus.
Die Überlieferung will wissen, dass die Marter mit dem Schicksal einer WilhelmsthaIer Bäckersfrau zu tun hat, die nach beschwerlichem Fußweg am Ortsrand von Neufang ankommt und ihren schweren, mit Semmeln gefüllten Beckenkorb auf einer Holzstange absetzt, um eine Verschnaufpause einzulegen. Plötzlich soll die Stange nachgegeben und die Frau nach hinten gerissen haben. Dabei habe sich unglücklicherweise ein Tragriemen des schweren Korbes um den Hals der Frau geschlungen und sie erwürgt.
Die Marter, 1972 restauriert, befindet sich heute in einem eher schlechten Zustand. Seit dem Abriss der sogenannten ,,Bauerskapelle'' 1978 ist sie Ausgangspunkt der alljährlich stattfindenden Palmprozession in der Pfarrei.