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Tempenberg

Kapelle und Kreuz

Die Kapelle ist ursprünglich ein Holzbau gewesen, dessen morsch gewordenes Balken- und Bretterwerk durch einen verputzten kleinen Steinbau ersetzt worden ist. Drei kleine Holzplastiken aus dem 17./18. Jahrhundert auf einem schlicht bemalten Altar sind das ursprüngliche Inventar gewesen, diese Figuren der Gottesmutter, des heiligen Johannes des Täufers und der heiligen Barbara sind jedoch zu wertvoll, um sie beständig in der Kapelle zu belassen. Die Tempenberger gehören pfarrlich zu Steinwiesen. Die Straße markiert in diesem Abschnitt die Pfarreigrenzen.

Dass sie sich der Pfarrei Neufang verbunden fühlen hat historische Ursachen:
Vor drei Generationen Iebte in einem der Anwesen dort Heinrich Föhrkolb. Er ist gebürtiger Berglesdorfer und hat die Beziehungen zu seiner alten Pfarrei nie aufgegeben, seine Verbundenheit weiterhin praktiziert. Die Nachkommen haben diese Haltung übernommen.

Eben dieser Heinrich Föhrkolb hat einige hundert Meter südlich der Einzelhöfe inmitten der Felder und Wiesen ein von Rotdorn flankiertes Eisenkreuz mit Corpus setzenIassen. Es ist ein Gedenkkreuz für den im 1. Weltkrieg in Ungarn gefallenen Bruder Christian, wie die Tafel am Sockel des Flurdenkmales berichtet.

Die Marter in Tempenberg

Oberhalb der beiden Höfe direkt an der Straße entdeckt man dieses Sandsteindenkmal. Die Marter, die am Fuhrweg gelegen und auch ihren ursprünglichen Schaft verloren hat, ist

von Roland Graf wiederentdeckt und in Zusammenarbeit mit der Familie Föhrkolb neu aufgerichtet worden.

Sie zeigt - jeweils im Relief - auf der Vorderseite eine apokalyptische Madonna, die, im Strahlenkranz der Sonne und auf der Mondsichel stehend, auf dem linken Arm das Christuskind trägt. Während die beiden Schmalseiten den Hl. Laurentius und den Schmerzensmann darstellen, enthält die glattflächige Rückseite die Jahreszahl 1707.